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Pauluskirche gestern und heute

Im Jahre 1311 stiftet Graf Johann II. von Sponheim,

mit Sitz auf der Kauzenburg,

den Bürgern der Stadt Kreuznach eine Kirche,

deren Weihe 1332 vermerkt ist.

 

 

Sie wird auch als Wörthkirche (Inselkirche) bezeichnet, da sie von den

beiden Nahearmen umflossenen wird.

Im gleichen Zeitraum entsteht auch die steinerne Nahebrücke.

Um 1400 wird der gotische Ostchor –heute Pauluskapelle-

als Grablege der Sponheimer Grafen und des Rheingrafengeschlechts angebaut.

Nach der Reformation in Kreuznach wird die Kirche 1557 evangelisch.

Im Pfälzischen Erbfolgekrieg von 1689 zerstören die Franzosen neben der

Kauzenburg auch die Kirche und hinterlassen eine Ruine.

Der Chor wird  wieder mit einem Dach versehen, vom Langhaus abgetrennt und

dient für fasst 100 Jahre als Gotteshaus. Zeitweise wird er von katholischen

und protestantischen Christen gemeinsam genutzt.

Zwischen 1768 und 1781 erfolgt auf den alten Grundmauern unter Leitung

des Meisenheimer Baumeisters Philipp Hellermann der Wiederaufbau

im Stil des ausgehenden Barocks und beginnenden Klassizismus.

Die Einweihung der „Saalkirche" am 29. Juni 1781, dem Peter und Paul Tag,

gibt der Kirche den Namen Pauluskirche.

Deutsche Truppen sprengen 1945 die drei Bögen der alten Brücke über dem

Nahehauptarm, um die anrückenden Amerikaner aufzuhalten.

Dabei werden die Dächer von Kirche und Kapelle schwer beschädigt.

Bis 1954 sind alle Schäden behoben. An der Westseite des Kirchenschiffs

wird 1957 von der Fa. Oberlinger aus Windesheim eine in historischem Stil

erbaute Orgel errichtet. Ihr barocker Prospekt greift den Weinbau in der

Region auf und bildet Trauben und Blätter des Weinstocks ab.

1982 feiern die evangelische Gemeinde und die Stadt Bad Kreuznach

das 200-jährige Bestehen der barocken Pauluskirche.

2011 jährte sich die Stiftung der Kirche auf dem Wörth zum 700. Mal.

Seit 2012 gibt die neue, von der Fa. Eule erbaute Konzertorgel an der

Westseite des Gotteshauses mit Kanzel und Altar dem Raum ein neues Gesicht.

Ihre schlichte dreigliedrige und geradlinige Architektur betont das Sachliche,

ordnet sich zurückhaltend in den Kirchenraum ein und tritt gegenüber

der barocken Kanzel angemessen in den Hintergrund.

Die Orgel verfügt über 40 Register, verteilt auf 2 Manual- und eine Pedalklaviatur

mit 2.191 klingenden Pfeifen.  Auf ihr können nun auch wieder größere

Orgelkonzerte mit namhaften Organisten stattfinden.

Die Pauluskirche ist damit eine der wenigen Kirchen mit

zwei bespielbaren Orgeln.

Kirchenmusik ist einer der Schwerpunkte in der Arbeit der Gemeinde.

Eine unserer Kirchenmusikerinen mit A-Prüfung ist zugleich Kreiskantorin.

Seit mehr als 50 Jahren gibt es eine große Kantorei.

Bei großen Konzertveranstaltungen finden im Kirchenschiff mit geräumiger

umlaufender Empore bis zu 1000 Besucher Platz.

Die Pauluskirche kann als Konzertsaal gemietet werden. hier klicken

Pauluskirche "mittendrin"

Die Pauluskirche und ihre Kapelle befinden sich

auf der Kurinsel mitten in der Stadt und werden

von den beiden Nahearmen umflossen.

Sie verbinden gemeinsam mit der alten Nahebrücke

die Alt-und die Neustadt von Bad Kreuznach.

 

 

Mit der Stiftung einer zentral gelegenen Kirche im Jahr 1311 beabsichtigt

Graf Johann II. von Sponheim, mit Sitz auf der Kauzenburg, die beiden

damals selbständigen Stadtteile auch enger aneinander zu binden.

 

Die Brückenhäuser und die Pauluskirche mit ihrer Kapelle, in der die

Grafen von Sponheim und die Rheingrafen ihre letzte Ruhestätte fanden,

gehören zu den Wahrzeichen der Stadt.

 

Im Jahr 1883 macht Pfarrer Schneegans folgenden Eintrag in das Kirchenbuch:

Am 19.Juni werden Carl Marx, 25 Jahre, wohnhaft in Trier

und Jenny von Westphalen, 29 Jahre, in Kreuznach evangelisch getraut. 

Karl Marx verweilt und arbeitet hier mehrere Monate, da seine Braut Jenny

und deren Mutter, nach dem Tode ihres Mannes, in Kreuznach kuren.